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Wartburgkreis: Tariferhöhung auf Spätsommer 2009 verschoben

01.01.2009
Die Erhöhung der Fahrpreise um 10 Cent bei KVG und VGW erfolgt aller Voraussicht nach erst zum Fahrplan-Wechsel im Spätsommer 2009. „Damit käme die Preiserhöhung ein Jahr früher als im auf 5 Jahre angelegten Nahverkehrsplan beschlossen. Das heißt Stadtrat und Kreistag müssen dieser Erhöhung erst noch zustimmen.

(…) Die Lage der im ÖPNV der Region tätigen Busunternehmen (12 private, zwei kommunale) hat sich entspannt und dazu hat vor allem der Kreis einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet. Zunächst einmal aber hatte das Land für ganz Thüringen eine Unterstützung beschlossen, davon kamen 260.000 Euro für den Regionalverkehr der VGW und 70.000 für den Stadtverkehr bei Kreis und Stadt als Aufgabenträger an. Der Jubel über diese Landeshilfe hält sich bei KVG/VGW-Geschäftsführer Hans-Joachim Ziegler allerdings in Grenzen. "Das ist das Geld, das das Land uns vorher an anderer Stelle gekürzt hat". Umso löblicher findet er das zusätzliche finanzielle Engagement vor allem des Kreises. Der hatte nicht nur seinen geplanten Jahresanteil von 3,2 Millionen Euro vorfristig überwiesen, sondern legt noch einmal 330.000 Euro oben drauf. "Angesichts der bis vor wenigen Wochen noch sehr hohen Benzin- und Dieselpreise haben wir erkannt, dass der ÖPNV sonst nicht wirtschaftlich durch die Unternehmen leistbar ist. Und große Einsparpotentiale gibt es da nicht mehr", begründet Vize-Landrat Friedrich Krauser. Für 2009 hat der Kreis seinen Zuschuss-Ansatz bereits auf 3,6 Millionen Euro erhöht, "damit muss der ÖPNV aber auskommen", so Krauser. Die Stadt hat ihren Beitrag von 200.000 Euro für 2008 voll gezahlt, obwohl man eigentlich angesichts der eigenen finanziellen Schwierigkeiten 40.000 Euro weniger überweisen wollte. Auch dort war die Erkenntnis, dass man den Unternehmen helfen muss, so Dezernentin Gisela Rexrodt auf TLZ/EP-Anfrage, schnell gewachsen. Allerdings reicht das wohl noch nicht, um den Stadtverkehr zur Gänze finanzielle ausgeglichen zu gestalten. Für 2009 will die Stadt ihren Beitrag auf 220.000 Euro steigern. Was den Unternehmen aber zusätzlich geholfen hat, waren die fallenden Preise an den Zapfsäulen. So fällt das einst errechnet Minus im ÖPNV von 700.000 Euro für diesen Jahr etwas geringer aus.“

(TLZ, 20.11.2008)



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