Attraktives Linienangebot mit Bussen und Bahnen
Öffentlicher Nahverkehr gehört zur Lebensqualität der Bürger
Noch in diesem Jahr werden die ersten Busse und Straßenbahnen diesen modernen Verknüpfungspunkt vor dem Hauptbahnhof ansteuern. Die Fahrgäste haben dann kurze Wege beim Umsteigen und ein attraktives Linienangebot aller drei Verkehrsträger. Das Terminal wird so zur Drehscheibe für den Stadt-, Regional- und Fernverkehr im Landkreis Gotha.
Den fortgeschriebenen Nahverkehrsplan für die Jahre 2007 bis 2011 verabschiedete der Kreistag Gotha Ende letzten Jahres. Er ist eine politische Willensbekundung der Abgeordneten und beschreibt Rahmenbedingungen, formuliert qualitative und quantitative Anforderungen. Der Nahverkehrsplan gibt Richtlinien für die Zusammenarbeit der verschiedenen Verkehrsunternehmen im Landkreis vor, und er enthält Aussagen über die Finanzierung durch den Landkreis Gotha.
Der Nahverkehrsraum des Landkreises Gotha wird geprägt durch die Kreisstadt als dem Verwaltungszentrum sowie weiteren Orten mit zentralen Aufgaben wie Ohrdruf und Waltershausen. Berücksichtigt werden zentrale medizinische und soziale Einrichtungen, Handels- und Geschäftszentren, Behördenstandorte, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Gewerbegebiete, Orte mit touristischer Bedeutung sowie Bildungseinrichtungen, vor allem die 45 Schulstandorte im Kreis. Der in den Buslinienverkehr integrierte Schülerverkehr gehört zum öffentlichen Grundversorgungsauftrag, den die Regionale Verkehrsgemeinschaft Gotha GmbH (RVG) und die acht Busunternehmen, die in ihrem Auftrag fahren, zu erfüllen haben.
Für die Bürger ganz praktische Bedeutung haben die Ausführungen im Nahverkehrsplan über das Liniennetz, Haltestellen und Verknüpfungspunkte, Linienangebot und Bedienzei-ten. Die Grundaussage des neuen Nahverkehrsplanes lautet: Das bisherige Nahverkehrsangebot im Landkreis Gotha soll in seiner Struktur und Qualität erhalten werden. Dazu gehören die vier Straßenbahnlinien, sechs Stadtbuslinien in Gotha sowie 31 Regionalbuslinien.
Der Nahverkehrsplan setzt Prioritäten bei künftigen Investitionen. Dazu gehören Lichtsignalanlagen, die Busse und Bahnen im Straßenverkehr bevorrechtigen oder der Ausbau von Wendeschleifen in mehreren Dörfern. Was ein Nahverkehrsplan nicht vorgeben kann, aber zum Selbstverständnis der Verkehrsunternehmen gehört: ein kundenorientierter Service mit aktuellen Informationen über das Linienangebot, den Fahrplan und die Tarife, vor allem aber freundliche Mitarbeiter, ob am Telefon oder im Linienbus.
zurück zur Themenübersicht
