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Mit dem Bus entspannt und ohne Stress täglich zur Arbeit

Auf einer Tour zwischen Kölleda und Sömmerda erlebt und aufgeschrieben

Einsteigen in den Linienbus 242 am Roßplatz in Kölleda.

Der Linienbus kommt aus Rothenberga über Rastenberg und fährt um 6.25 Uhr weiter bis zum Busbahnhof in Sömmerda. Einige Fahrgäste sitzen bereits im Bus. Sylvia Giebel steigt ein. Sie ist schon an ihrer Dienstbekleidung als "Christel von der Post" zu erkennen. Sie fährt seit neun Jahren regelmäßig morgens zur Arbeitsstelle in Sömmerda. Die Briefzustellerin meint: "Ich fahre günstiger mit dem Bus, weil wir uns privat kein zweites Auto leisten können." Meistens kauft sie sich eine Zehnerkarte für 13,50 Euro, das ist für sie "noch ein sehr akzeptabler Fahrpreis." Das Linienangebot findet Frau Giebel in Ordnung. Jede Stunde wird wochentags die Linie nach Sömmerda bedient. Nur am Sonnabend, das bedauert sie, fährt der erste Bus erst um 7.25 Uhr in die Kreisstadt.


Der 18jährige Steffen ist auf dem Weg von Kölleda zur Berufsschule nach Sömmerda. Wenn er zu seinem Ausbildungsbetrieb nach Apolda fährt, sagt er, dann müsse er umsteigen. Das sei mit Wartezeit verbunden. Da würde er morgens lieber ein paar Minuten länger schlafen. Jetzt will er aber lieber in Ruhe gelassen werden und Musik aus seinem MP3-Player hören.

Ganz anders zwei Frauen, die miteinander ein Schwätzchen machen. Die eine sitzt bereits seit Rastenberg im Bus, die andere steigt in Frohndorf zu. Uta Patschke und Kathrin Lippold sind Arbeitskolleginnen im Landratsamt in Sömmerda. Beide schätzen die für sie ideale Busverbindung, weil sie entspannt und ohne Stress fahren können. Der Bus hält fast vor der Tür ihrer Arbeitsstätte. Die Fahrpreise, sagen beide übereinstimmend, seien in Ordnung, dafür würden sie sich in der Familie kein zweites Auto anschaffen, um zu pendeln.


Auf dieser Morgenrunde bis Sömmerda fahren etwa 25 Personen mit. Die Linie 242 gehört zu den etwa zehn Fahrtstrecken durch den ländlichen Raum in den Landkreisen Sömmerda und Weimarer Land, die wochentags im Halb- bzw. Einstundentakt bedient werden. Hier gibt es eine gute Nachfrage, bestätigt Olaf Silge von der Verwaltungsgesellschaft des ÖPNV, in deren Auftrag die Busunternehmen fahren. Das trifft beispielsweise auch auf Verbindungen von Sömmerda nach Erfurt oder von Blankenhain über Bad Berka nach Weimar zu.


Gerade im ländlichen Raum, das ist das Fazit aus den Gesprächen mit den Fahrgästen an diesem Morgen, bieten Linienbusse eine gute Alternative zum privaten PKW. Denn die Fahrt verläuft entspannter, ohne Stress und ist zudem preisgünstiger.


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