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Mobil in die Zukunft

Ziele bis 2015

Landesverkehrsprogramm

Das Thüringer Verkehrsministerium hat ein neues Landesverkehrsprogramm vorgelegt. Darin wird die Analyse der gegenwärtigen Lage mit einer Prognose für das Jahr 2015 verbunden.

Auf 78 Seiten werden in fünf Kapiteln folgende Themen erörtert: Verkehrspolitische Ziele, Mobilität und Bevölkerung, Verkehrsinfrastruktur modernisieren, Verkehrssystem optimieren und Verkehr finanzieren.

Als ein Schwerpunkt der EU-Verkehrspolitik für Thüringen wird beschrieben „die Öffnung des Marktes für den öffentlichen Personennahverkehr für mehr Wettbewerb“.
Als eine verkehrspolitische Aufgabe wird formuliert: „Für den städtischen Nahverkehr sind leistungsfähige Angebote erforderlich. Im ländlichen Raum müssen die Nahverkehrsangebote flexibel gestaltet werden und sich am Bedarf orientieren.“

Das Papier prognostiziert bis 2015 einen Rückgang im öffentlichen Personenverkehr um 16 Prozent, darunter im Busverkehr von 21 Prozent. Die Gründe liegen in der sinkenden Schülerzahl wie in der insgesamt rückläufigen Bevölkerungsentwicklung. Deshalb die Forderung: „Für den öffentlichen Personenverkehr müssen neue bedarfs- und altersgerechte Strategien entwickelt werden.“

Jeder vierte Haushalt in Thüringen ist auf ÖPNV-Angebote angewiesen. Deshalb wird im Straßenpersonenverkehr „ein möglichst flächendeckendes und attraktives Angebot an vielfältigen öffentlichen Personennahverkehrsleistungen“ angestrebt, „auch aus sozialen Gründen.“

Gegenwärtig betreiben 25 kommunale und 21 private Verkehrsunternehmen sowie 140 Nachauftragnehmer insgesamt 934 Linien. Für die Zukunft ist zu erwarten, dass „nur für zentrale Orte und Siedlungsschwereinpunkte wirklich attraktive öffentliche Personennahverkehrsanbindungen sichergestellt werden können.“

Im Kapitel „Verkehrfinanzieren“ werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen dargestellt, die durch die EU, Bund und Land vorgegeben sind. Im Landesverkehrsplan wird „mehr Effizienz durch Wettbewerb“ gefordert, ein Aspekt, der Verkehrsunternehmen und Fahrgäste in den nächsten Jahren stark beschäftigen wird.


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