Sicher zur Schule und nach Hause mit dem Bus oder allein zu Fuß
Eltern sollten den Schulweg mit ihrem Kind üben
Gotha/Erfurt. Zur Schulanfängerparty sind rund 800 Vorschulkinder aus der Stadt und dem Landkreis in die Gothaer Friedenstein-Kaserne gekommen, die meisten mit Bussen, organisiert und koordiniert von der RVG Gotha. Viele von ihnen werden ab dem 21. August, ihrem ersten Schultag, mit dem Bus zur Schule und zurück nach Hause fahren.
Die Schulanfängerparty ist Abschluss und Höhepunkt der Aktion „Sicherheit braucht Köpfchen“, bei der fast alle ABC-Schützen des Landkreises spielerisch und mit dem nötigen Ernst auf ihren Schulweg mit dem Bus oder zu Fuß vorbereitet worden sind. Christine Aßmann ist mit „David“, dem Verkehrs-Info-Bus, in die Kindergärten gefahren, hat über potenzielle Gefahrensituationen gesprochen und mit den Kindern das richtige Verhalten im Bus, an Haltestellen oder Ampelkreuzungen geübt.
Regeln lernen und anwenden
Seit Jahren führt Christine Aßmann solche Programme durch. Sie stellt dabei fest, dass Aufmerksamkeit, Konzentration und Feinmotorik der Kinder noch sehr entwicklungsfähig
sind. „Manche können nicht geradeaus laufen, stolpern über ihre Füße“, hat sie beobachtet. Deshalb gibt es auch zur Schulanfängerparty Stationen, wo Balance und Bewegungsabläufe geübt werden.
Natürlich haben die Schulanfänger die Regeln über das Verhalten im Straßenverkehr und im Bus gelernt und angewendet. Das entbindet jedoch die Eltern nicht davon, mit ihren Kindern vor dem ersten Schultag schon einmal den Schulweg abzulaufen oder mit dem Linienbus zu fahren. Das meint Andreas Trabert, Dekra-Niederlassungsleiter in Gotha und einer der Partner in Sachen Verkehrssicherheit.
Doppelstockbus als Blickfang
In Erfurt stürmen am Tag der Verkehrssicherheit Hunderte von Schülern den Domplatz. Mitglieder des Thüringer Verkehrssicherheitsrates, darunter die Marketingkooperation Bus Thüringen (MBT), bieten ein Aktionsprogramm an, um Überzeugungen und Einsichten für ein partnerschaftliches Verhalten im Straßenverkehr zu befördern.
Der Doppelstockbus der Firma Steinbrück aus Gotha bildet den Blickfang des MBTStandes. Die Aussicht aus der oberen Etage finden Lena-Fee und Angelo aus der 3. Klasse einer Erfurter Schule „ganz cool“. Ihre Lehrerin animiert die Kinder, am Omnibus-Quiz teilzunehmen, bei dem Fragen zum Verhalten am und im Bus, zur Technik und zum umweltfreundlichen Verkehr gestellt werden. Einige der Antworten stehen auf Plakaten rund um den Bus.
Lesen, nachdenken und ankreuzen, dann winkt vielleicht ein Gewinn.
Gewonnen haben alle Partner der Aktionen in Gotha und Erfurt, vor allem die Schüler selbst, die ihr Wissen und Können jetzt bewusst auf dem Schulweg anwenden sollen. Das gilt für alle Verkehrsteilnehmer, egal, ob sie den Bus nutzen, mit dem Auto fahren oder zu Fuß unterwegs sind.
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