Städte und Gemeinden gut mit Linienbussen erreichbar
Thüringen. Täglich fahren etwa 300.000 Bürger mit Linienbussen in Thüringen, im Jahr mehr als 100 Millionen. Bezogen auf den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Land sind das zwei Drittel aller Fahrgäste von Bussen, Bahnen und Straßenbahnen.Linienbusse verbinden kleine und mittlere Städte und Gemeinden wie zum Beispiel die MBB-Linie 400, die zu den gut nachgefragten Verbindungen in Südthüringen gehört. Sie führt von Meiningen nach Suhl und zurück in einem gegenläufigen Ringverkehr. Dadurch sind ein Dutzend Gemeinden mit über 50 Haltestellen über eine Strecke von ca. 50 Kilometern verbunden. Ähnlich verhält es sich mit der LVKLinie 200 von Hildburghausen über Schleusingen nach Suhl und zurück. Die bis zu 15 Fahrtenangebote wochentags und sechs an Wochenend- und Feiertagen werden sehr rege von Pendlern, Schülern und Ausflüglern genutzt, bestätigt LVK-Geschäftsführer Jürgen Zuber.
Aus nördlicher Richtung, aus Ilmenau, fährt ein anderer gut nachgefragter Bus nach Suhl und zurück, die IOVLinie 300. Sie führt über Orte im Thüringer Wald wie Manebach, Stützerbach, Schmiedefeld und Frauenwald und bietet Umsteigemöglichkeiten wie die Haltestelle Rennsteigkreuzung. Besonders von Tagestouristen und Wanderern wird die Linie gut nachgefragt, aber auch von Pendlern, sagt IOV-Chef Matthias Höring. Aus Rudolstadt über Königsee erreicht die OVS-Linie 15 die Universitätsstadt Ilmenau. Sie verkehrt wochentags nahezu im Stundentakt und gewährleistet Anschlüsse ins Städtedreieck Rudolstadt, Saalfeld und Bad Blankenburg.
Eine erfolgreiche Regionallinie betreibt die RVG im Landkreis zwischen Gotha und Ingersleben, die insgesamt zehn Ortschaften und 28 Haltestellen anfährt. Neben Schülern nutzen vor allem Berufspendler das gute Fahrtenangebot der Linie 870, berichtet Markus Würtz, Geschäftsführer der RVG. Er kündigt an, dass die Linie künftig vertaktet wird, tagsüber stündlich zur immer gleichen Minute verkehrt. Diese Linie befördert auch viele Bürger in die Kreisstadt, die dort einkaufen, Ärzte oder Ämter aufsuchen.
Die zahlreichen Linienverbindungen der JES Verkehrsgesellschaft von Eisenberg nach Jena locken dort zum Einkaufen oder zu den Freizeitangeboten. In der Gegenrichtung fahren Bürger, die in der Kreisstadt zu tun haben. Ähnlich ist die gut nachgefragte Linienverbindung der VWG des ÖPNV zwischen Sömmerda und Erfurt zu sehen. Sie bringt vor allem Berufspendler in die Landeshauptstadt, aber auch Fahrgäste, die einkaufen oder die zahlreichen Freizeitangebote nutzen wollen.
Generell empfehlenswert: Wer regelmäßig Linienbus fährt, sollte preisgünstige Mehrfahrten- oder Zeitkarten nutzen. Die ortsansässigen Busunternehmen beraten sehr gern, auch über gute Fahrplanverbindungen und Anschlüsse zu anderen Bussen, Bahnen und Straßenbahnen.
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